Tagung 2017

Fachtagung 2017: «Lebenslast statt Lebenslust? – Psychische Belastungen in der zweiten Lebenshälfte»

Die Fachtagung der Werner Alfred Selo Stiftung findet dieses Jahr am 4. Juli 2017 im Gemeindesaal in Baar statt. Das Thema der diesjährigen Tagung lautet «Lebenslast statt Lebenslust? – Psychische Belastungen in der zweiten Lebenshälfte».
Hier geht es zur Anmeldung und zum Programm.

Die Erwerbsbeteiligung der älteren Arbeitnehmenden wird aufgrund der demografischen Alterung auch für die Schweiz immer wichtiger. Gleichzeitig lässt sich in der Arbeitswelt eine zunehmende Verschiebung von körperlichen hin zu psychischen Belastungen beobachten. Die psychische Gesundheit älterer Arbeitnehmender spielt damit auch für Firmen eine tragende Rolle. Immer mehr Menschen fühlen sich gestresst. Wie Studien zeigen, sind Arbeitnehmende zwischen 50 und 59 Jahren am häufigsten von einem Burnout betroffen. Aber die meisten Erkrankten verschweigen ihr Leid – besonders am Arbeitsplatz. Aus Scham oder Angst vor einem Karriereknick werden psychische Probleme oft mit körperlichen Krankheitsbildern wie Migräne und Rückenleiden überdeckt. Nur rund ein Viertel der Erwerbstätigen mit mittleren bis starken depressiven Symptomen sind deswegen in ärztlicher Behandlung – angesichts des subjektiven Leidens, des prognostisch ungünstigeren Krankheitsverlaufes und der sozialen und beruflichen Folgen ein viel zu tiefer Anteil. Dieses stille Leiden muss ein Ende haben. Psychische Erkrankungen sind kein Tabu, sie können und müssen angesprochen und behandelt werden.

Die Fachtagung der Werner Alfred Selo Stiftung möchte das Tabu um psychische Erkrankungen brechen und fördert den offenen Dialog. Hochkarätige Referate, praxisnahe Workshops sowie eine separate Ärztefortbildung beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln und behandeln dringliche Fragen:

  • Stress, Burnout, Krise oder Depression? – Was sind die Unterschiede?
  • Nur gestresst oder schon krank? – Wo verläuft die Grenze?
  • Stress über die Lebensspanne – Was sind Belastungsfaktoren und neurobiologische Aspekte?
  • Arbeit in der zweiten Lebenshälfte – Was sind Herausforderungen und Perspektiven?
  • Suizidprävention und Entstigmatisierung – Wie sensibilisiert man die Öffentlichkeit?
  • Teampotential und Führung am Arbeitsplatz – Wie gelingt der Generationenmix?
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement – Wie weit geht die Verantwortung des Arbeitgebers?
  • Welche Auswirkungen hat der demografische Wandel auf betriebliches Gesundheitsmanagement?
  • Wie werden Depressionen optimal behandelt?

Die Tagung richtet sich an Führungskräfte und HR-Fachleute ebenso wie an Betroffenen und Interessierte, Ärzte und Therapeuten, Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft sowie Fachpersonen aus Verwaltung und Forschende.

Melden Sie sich jetzt mit diesem Anmeldeformular an.

 

Programm

Alle weiteren Informationen finden Sie im Tagungsprogramm.

Sponsoren

Wir danken herzlich unseren Sponsoren für ihre Unterstützung:

Neue Kampagne für die Generation 50+

Die 50-59-Jährigen sind am häufigsten von einem Burnout betroffen. Jede zweite erwerbstätige Person über 50 fühlt sich bei der Arbeit psychischer Belastung ausgesetzt. Die Gründe sind vielfältig: steigender Produktivitätsdruck und die Erwartung ständiger Erreichbarkeit am Arbeitsplatz, Motivationsverluste oder Angst vor einer Kündigung können eine Rolle spielen.

Die Folge sind Sinnfragen, Identitätskrisen oder Existenzängste. Ein solcher «Bruch» im Arbeitsleben zieht Risse in andere Lebensbereiche und kann zum Beispiel Beziehungskonflikte, Schlafstörungen oder gar psychische Erkrankungen nach sich ziehen.

Unter dem Slogan «Bruch im Leben?» steht die Generation 50+ darum im Fokus des fünften Kampagnenjahres von «Deine Psyche? Kein Tabu!». Die Kampagne bietet pragmatische Leitfäden, Informationsbroschüren, Plakate und Give-Aways für Arbeitnehmende und Arbeitgeber.

Sie sind Arbeitgeber und beschäftigen Mitarbeitende im Alter von 50 und älter? Möchten Sie die psychische Gesundheit im Betrieb zum Thema machen?

Machen  Sie mit bei der Kampagne «Deine Psyche? Kein Tabu!»
Hier finden Sie Gesprächsleitfäden, Checklisten, Plakate und Flyer sowie weitere Informationen zur Kampagne.

  

Marylou Selo gewinnt den Morgens Schou Award

Im Juli 2016 durfte Marylou Selo in Amsterdam den Morgens Schou Award der International Society for Bipolar Disorders entgegennehmen. Morgens Schou war ein dänischer Psychiater, der die Lithiumtherapie aus Australien nach Europa und Amerika brachte. Durch die dauerhafte Einnahme von Lithium-Medikamenten soll der Rückfall in Depression und Manie verhindert werden. Marylou Selo hat den Award in der Kategorie Öffentlichkeitsarbeit und Interessensvertretung erhalten. Weitere Awards werden für wissenschaftliche Beiträge und Weiterbildungsangebote vergeben. Speziell erwähnt wurden ihr unermüdliches Engagement sowie die Gründung Errichten von mehreren Selbsthilfegruppen in den USA, Holland, Belgien und in der Schweiz. Auch ihr unermüdlicher Einsatz für die Werner Alfred Selo Stiftung und für deren Anti-Stigma Kampagne «Psyche krank? Kein Tabu!» wird mit diesem Preis gewürdigt.

Awards ceremony 2016

Tagung 2016: Stress, Burnout, Depression – AKKU LEER?

Dienstag, 14. Juni 2016, 8.30 – 17.30 Uhr, Gemeindesaal Baar (ZG)

Selo Tagung 2016 Titelbild mit SchattenDie Gesundheit und damit auch die psychische Verfassung der Mitarbeitenden spielt für eine Firma eine tragende Rolle. Doch immer mehr Menschen fühlen sich gestresst und ausgebrannt – oft schon in jungen Jahren. Die 18-35-Jährigen sind in der Schweiz die grösste Gruppe der psychisch Erkrankten. Aber die meisten Betroffenen verschweigen ihr Leid – besonders am Arbeitsplatz. Aus Scham und Angst vor einem Karriereknick werden viele psychische Probleme mit Krankheitsbildern wie Migräne oder Rückenleiden überdeckt. Doch das Schweigen hat fatale Folgen: Burnout, Depression oder Psychosen, die unerkannt und unbehandelt bleiben, enden nicht selten im Suizid. Um solche Tragödien zu verhindern ist es wichtig, über psychische Leiden so offen reden zu dürfen wie über einen Beinbruch.

Die Tagung richtet sich an Führungskräfte und HR-Fachleute ebenso wie Betroffene und Interessierte, Ärzte und Therapeuten, Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft sowie Fachpersonen aus Verwaltung und Forschung.

Neue Kampagne für Berufseinsteiger: «Bevor der Akku leer ist»

Jede/r fünfte Jugendliche erleidet in der Schweiz eine psychische Krankheit. Die 18-35-Jährigen sind mit 45% die grösste Gruppe der psychisch Erkrankten. Darum steht die Jugend und der Berufseinstieg im Fokus des dritten Kampagnenjahres von «Psyche krank? Kein Tabu!».

Ariella Kaeslin macht Jugendlichen Mut zum Reden

Auch die Ex-Kunstturnerin Ariella Kaeslin erlebte während ihrer Sportkarriere eine Erschöpfungsdepression. Um anderen Jugendlichen zu helfen, unterstützt sie die Kampagne als Botschafterin.

Sie sind Arbeitgeber oder Ausbildner und möchten das Thema psychische Gesundheit bei Ihren Berufseinsteigern ansprechen?

Machen  Sie mit bei der Kampagne «Psyche krank? Kein Tabu!»
Hier finden Sie Gesprächsleitfäden, Checklisten, Plakate und Flyer sowie weitere Informationen zur Kampagne.

Bist du Berufseinsteiger und…

«Burnout? Depression? Hilfe! – Psychische Belastung am Arbeitsplatz» Rückblick auf die Selo-Tagung vom 1. Juli 2015, Baar (ZG)

Referate

Fotos

Themen

  • Männerkrankheit Burnout, Frauenkrankheit Depression – ist das das gleiche?
  • Auf welche Warnsignale ist zu achten – im Job und privat?
  • Wo ist die Grenze zwischen gesund und krank?
  • Ist ein Outing erfolgreich oder ein Karrierekiller?
  • Wie weit geht die Verantwortung des Arbeitgebers?
  • Welche Therapien und Firmenprogramme gibt es?
  • Wie fühlen sich eine Depression und eine bipolare Störung (manisch-depressiv) an?
  • Wie lässt sich das Stigma erfolgreichbewältigen?
  • Case Management und Reintegration – Wie gelingt der Weg zurück in den Berufsalltag?
  • Wie lässt sich ein gesunder Umgang mit Stress finden?

Filme zum Thema Depression

«Burnout – Depression: Ich sehe was, was Du nicht siehst» mit Marylou Selo (Trailer 5:20 Min)

Ein berührender Film von Betroffenen für Betroffene. Depression ist nach wie vor ein schwieriges Thema. Betroffen zu sein, heisst nicht nur selber daran zu leiden, sondern auch Angehörige tun sich schwer, damit umzugehen. Dieser Film möchte helfen, Burnout und Depression als Krankheit besser zu verstehen und zum anderen und gibt die Möglichkeit, sich in der Anonymität der eigenen vier Wänden damit zu befassen.

 

«Ledge – Am Rand»  (Kurzfilm 1:12 Min.)

Dieser textlich subtile aber bildstarke Kurzfilm spürt der Moralfrage bei Suizid und der Ironie des Schicksals nach. Das Erstlingswerk der jungen Filmemacher Daniel Blumensev und Tristan Upton hat am Zurich Film Festival 2014 ein breites Publikum begeistert.