Tagung 2016: Stress, Burnout, Depression – AKKU LEER?

Dienstag, 14. Juni 2016, 8.30 – 17.30 Uhr, Gemeindesaal Baar (ZG)

Selo Tagung 2016 Titelbild mit SchattenDie Gesundheit und damit auch die psychische Verfassung der Mitarbeitenden spielt für eine Firma eine tragende Rolle. Doch immer mehr Menschen fühlen sich gestresst und ausgebrannt – oft schon in jungen Jahren. Die 18-35-Jährigen sind in der Schweiz die grösste Gruppe der psychisch Erkrankten. Aber die meisten Betroffenen verschweigen ihr Leid – besonders am Arbeitsplatz. Aus Scham und Angst vor einem Karriereknick werden viele psychische Probleme mit Krankheitsbildern wie Migräne oder Rückenleiden überdeckt. Doch das Schweigen hat fatale Folgen: Burnout, Depression oder Psychosen, die unerkannt und unbehandelt bleiben, enden nicht selten im Suizid. Um solche Tragödien zu verhindern ist es wichtig, über psychische Leiden so offen reden zu dürfen wie über einen Beinbruch.

Die Tagung richtet sich an Führungskräfte und HR-Fachleute ebenso wie Betroffene und Interessierte, Ärzte und Therapeuten, Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft sowie Fachpersonen aus Verwaltung und Forschung.

Neue Kampagne für Berufseinsteiger: «Bevor der Akku leer ist»

Jede/r fünfte Jugendliche erleidet in der Schweiz eine psychische Krankheit. Die 18-35-Jährigen sind mit 45% die grösste Gruppe der psychisch Erkrankten. Darum steht die Jugend und der Berufseinstieg im Fokus des dritten Kampagnenjahres von «Psyche krank? Kein Tabu!».

Ariella Kaeslin macht Jugendlichen Mut zum Reden

Auch die Ex-Kunstturnerin Ariella Kaeslin erlebte während ihrer Sportkarriere eine Erschöpfungsdepression. Um anderen Jugendlichen zu helfen, unterstützt sie die Kampagne als Botschafterin.

Sie sind Arbeitgeber oder Ausbildner und möchten das Thema psychische Gesundheit bei Ihren Berufseinsteigern ansprechen?

Machen  Sie mit bei der Kampagne «Psyche krank? Kein Tabu!»
Hier finden Sie Gesprächsleitfäden, Checklisten, Plakate und Flyer sowie weitere Informationen zur Kampagne.

Bist du Berufseinsteiger und…

Filme zum Thema Depression

«Burnout – Depression: Ich sehe was, was Du nicht siehst» mit Marylou Selo (Trailer 5:20 Min)

Ein berührender Film von Betroffenen für Betroffene. Depression ist nach wie vor ein schwieriges Thema. Betroffen zu sein, heisst nicht nur selber daran zu leiden, sondern auch Angehörige tun sich schwer, damit umzugehen. Dieser Film möchte helfen, Burnout und Depression als Krankheit besser zu verstehen und zum anderen und gibt die Möglichkeit, sich in der Anonymität der eigenen vier Wänden damit zu befassen.

 

«Ledge – Am Rand»  (Kurzfilm 1:12 Min.)

Dieser textlich subtile aber bildstarke Kurzfilm spürt der Moralfrage bei Suizid und der Ironie des Schicksals nach. Das Erstlingswerk der jungen Filmemacher Daniel Blumensev und Tristan Upton hat am Zurich Film Festival 2014 ein breites Publikum begeistert.